{"id":357,"date":"2016-02-26T18:07:07","date_gmt":"2016-02-26T17:07:07","guid":{"rendered":"http:\/\/wicherngemeinde-frankfurt.org\/wordpress\/?page_id=357"},"modified":"2019-11-26T16:03:01","modified_gmt":"2019-11-26T15:03:01","slug":"auf-ein-wort","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.wicherngemeinde-frankfurt.de\/?page_id=357","title":{"rendered":"Auf ein Wort"},"content":{"rendered":"<h2>\u00bbGott zur Sprache bringen \u2013 Raum geben \u2013 Leben teilen\u2026\u00ab<\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/wicherngemeinde-frankfurt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/A-Knecht.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-2349 alignleft\" src=\"http:\/\/wicherngemeinde-frankfurt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/A-Knecht-1024x607.jpg\" alt=\"\" width=\"354\" height=\"210\" srcset=\"http:\/\/wichern.my-router.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/A-Knecht-1024x607.jpg 1024w, http:\/\/wichern.my-router.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/A-Knecht-300x178.jpg 300w, http:\/\/wichern.my-router.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/A-Knecht-768x455.jpg 768w, http:\/\/wichern.my-router.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/A-Knecht.jpg 1250w\" sizes=\"(max-width: 354px) 100vw, 354px\" \/><\/a>Sie halten die erste Gemeindezeitung der neuen Evangelischen Lydiagemeinde in den H\u00e4nden. Wie manche von Ihnen wissen war ich in den Jahren 1989 \u2013 2002 Pfarrer der Wicherngemeinde und kenne auch die Auferstehungsgemeinde und die Gemeinde Hausen noch gut aus dieser Zeit. Mit gro\u00dfer Aufmerksamkeit und Sympathie habe ich in den vergangenen Jahren verfolgt, wie die drei bisherigen evangelischen Kirchengemeinden in Praunheim und Hausen sich auf den Weg in eine gemeinsame Zukunft gemacht haben.<\/p>\n<p>Der Grund hierf\u00fcr ist bekannt: Die Anzahl der Mitglieder der Evangelischen Kirche geht zur\u00fcck. Die Beteiligung an den Gottesdiensten ist bei besonderen Gelegenheiten zwar ganz gut, k\u00f6nnte aber an den \u201enormalen\u201c Sonntagen besser sein. Und es ist schwer, Menschen f\u00fcr ein l\u00e4ngerfristiges Engagement in der Kirche zu gewinnen. Auch andere gesellschaftliche Gruppen wie Vereine, Gewerkschaften und Parteien haben mit der gleichen Entwicklung zu k\u00e4mpfen. Von daher ist es naheliegend, enger zusammen zu arbeiten und aus drei klein gewordenen Kirchengemeinden eine gr\u00f6\u00dfere zu machen.<\/p>\n<p>Menschen haben heutzutage meist keine klare Vorstellung mehr davon, wof\u00fcr Kirche steht. Sie sind aber oft ganz angetan von der enormen Vielfalt an sozialer Arbeit, die in Kirchengemeinden und den kirchlichen Einrichtungen geleistet wird. Pfarrerinnen und Pfarrer sp\u00fcren diese Ver\u00e4nderungen jeden Tag in ihrer Berufsaus\u00fcbung. Es braucht ein hohes Ma\u00df an pers\u00f6nlichem Einsatz, damit die Menschen mit ihrer T\u00e4tigkeit etwas anfangen k\u00f6nnen. Das ist eine Auswirkung gesellschaftlicher Prozesse, zum Beispiel der so genannten Individualisierung.<\/p>\n<p>Botschaften lassen sich glaubw\u00fcrdig nur noch pers\u00f6nlich vermitteln. Kirche und ihr Auftrag sind nicht mehr selbstverst\u00e4ndlich. Das ist eine gro\u00dfe Herausforderung, f\u00fcr Pfarrerinnen und Pfarrer, aber genauso auch f\u00fcr ehrenamtlich Mitarbeitende. Denn auch sie werden gefragt: Warum engagierst du dich eigentlich in der Kirche? Es gilt, selbstbewusst und mit Gottvertrauen Minderheitenkirche zu sein, in einer s\u00e4kularen, multikulturellen und auch multireligi\u00f6sen Stadtgesellschaft!<\/p>\n<p>Was das hei\u00dft, wird an Lydia deutlich, einer Gesch\u00e4ftsfrau, von der in der Bibel berichtet wird. Sie lebte in Philippi, im heutigen Nordgriechenland, kam urspr\u00fcnglich aus dem Gebiet der heutigen T\u00fcrkei, und handelte mit Purpur, einem damals sehr wertvollen Farbstoff f\u00fcr die Textilindustrie.<\/p>\n<p>Lydia geh\u00f6rte zu den ersten Personen auf europ\u00e4ischem Boden, die den christlichen Glauben angenommen haben. In ihrem Haus konnte sich die noch junge christliche Gemeinde in Philippi treffen. Unter ihrem Dach und unter ihrem Schutz ist damals eine Keimzelle des christlichen Glaubens entstanden. Menschen trafen sich bei ihr zum Gebet. Sie sprachen \u00fcber Gott. Sie teilten einander mit, was ihnen in ihrem Leben wichtig war. Sie brachten die Botschaft Jesu anderen Menschen nahe. Daf\u00fcr stand die Purpurh\u00e4ndlerin Lydia damals, und daf\u00fcr steht der Name Lydia f\u00fcr Christinnen und Christen heute.<\/p>\n<p>Das Leitbild der Lydiagemeinde bringt genau das zum Ausdruck: Gott zur Sprache bringen \u2013 Raum geben \u2013 Leben teilen. Diese drei Dimensionen der Gemeindearbeit beschreiben, was damals vom Haus der Lydia ausging. Menschen machten sich miteinander auf den Weg, um als Christinnen und Christen glaubw\u00fcrdig von der Botschaft Gottes zu erz\u00e4hlen und in der Nachfolge Jesu zu leben. Mit Lydia konnte sich das Evangelium ausbreiten.<\/p>\n<p>Heute steht die Kirche vor der Herausforderung, eine neue Gestalt zu finden und sich neu zu organisieren, weil sich unsere Gesellschaft tiefgreifend ver\u00e4ndert. Aber darin liegt auch eine gro\u00dfe Chance. Wir werden dabei lernen, uns wieder neu an Jesus Christus und an seinem Weg zu orientieren. Und das hei\u00dft: Wir sorgen uns nicht um die Kirche und ihren Erhalt. Sondern wir engagieren uns f\u00fcr das Evangelium, f\u00fcr die Botschaft von Jesus Christus. So wie es einst die Gesch\u00e4ftsfrau Lydia tat. Und f\u00fcr diese Botschaft brauchen wir uns nicht zu verstecken!<\/p>\n<p>Menschen sollen erleben: In der Kirche, in ihren Gemeinden, in ihren Einrichtungen werden sie gesehen \u2013 und auch vermisst. Sie sollen erleben: Hier wird ihnen geholfen. Sie sollen erfahren: Kirche setzt sich ein f\u00fcr eine Welt, in der jedem Menschen mit Respekt und Barmherzigkeit begegnet wird. Denn Gott liebt jeden Menschen! Wir k\u00f6nnen stolz sein, an dieser Mission Gottes mitzuwirken!<\/p>\n<p>In diesem Sinne w\u00fcnsche ich der neu gegr\u00fcndeten Evangelischen Lydiagemeinde und allen Menschen in Praunheim und Hausen Gottes Segen!<\/p>\n<p>Ihr Pfarrer Dr. Achim Knecht, Stadtdekan<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"right\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbGott zur Sprache bringen \u2013 Raum geben \u2013 Leben teilen\u2026\u00ab Sie halten die erste Gemeindezeitung der neuen Evangelischen Lydiagemeinde in den H\u00e4nden. Wie manche von Ihnen wissen war ich in den Jahren 1989 \u2013 2002 Pfarrer der Wicherngemeinde und kenne auch die Auferstehungsgemeinde und die Gemeinde Hausen noch gut aus dieser Zeit. 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